Mittwoch, 21. Juni 2017

MMO-Finale: Buckelnde Pferde, die treten und sich losreißen

Das wurde beim Mustang Makeover als Vertrauen gehandelt. Ich finde, dass das Pferd keine Wahl hat, denn es ist blind -
würde es buckeln oder losrennen, dann bricht es sich womöglich alle Knochen (dies ist nur ein Ausschnitt - das ganze 
Bild ist hier: https://www.facebook.com/LuukTeunissenAusbildungszentrum/ - der Ritt auf Video bei echo-online.de)
Ungehorsam von Pferden gab es häufig beim
MMO - einen Ausschluß gab es auch dort
nicht und niemand wurde übers Knie gelegt,
wie es der MMO-Veranstaler hier fordert
Ich war ja nicht da, aber wenn man die Berichterstattung auf Facebook verfolgt, gewinnt man den Eindruck, als hätte es zwei Mustang Makeovers (MMO) am Wochenende gegeben. Die Einen schreiben, dass alles ganz, ganz toll war: Harmonische-Pferd-Reiter-Paare, ganz toll organisiertes Event und die Anderen behaupten das Gegenteil und berichten, sie hätten den Samstag mit Schlangestehen verbracht: Beim Essen, beim Trinken, beim Parken sowieso und dann auch an der Toilette, aber das hätte sich wohl schnell erledigt gehabt, denn am Ende hätten eh nur noch die Teilnehmer auf die Toilette gedurft, Zuschauer seien, als die Veranstaltung zuende war, von Türstehern am Toilettengang gehindert worden, so liest man auf Facebook.
Auch der Moderator war entweder ganz toll oder ganz schrecklich und man bekam sogar zu hören, dass er gegen die Turnierreiter gewettert hätte. Besonders die Englischreiter hätten ihr Fett wegbekommen, denn vom Moderator soll Rollkur und Sperrriemen angeprangert worden sein (was ich ja auch nicht befürworte, aber muss man immer von einem kleinen Prozentsatz der Reiter auf alle anderen schließen und derart die Konkurrenz anprangern? Der Moderator macht Selbiges ja auch auf seiner Facebook-Seite)
Genau das war ja auch mein Kritikpunkt am Mustang Makeover - nämlich, dass der Veranstalter im Vorfeld behauptet hat, dass das Mustang Makeover eine so viel bessere Alternative zum Turniersport sei, wo es keine aufgerissenen Augen und Mäuler und auch kein Pferdekopf hinter der Senkrechten geben sollte. Wie nicht anders zu erwarten, hat es all das aber sehr wohl beim MMO gegeben - sogar bei fast allen Ritten.
Es gab ein Filmverbot - noch nicht einmal die üblichen Ein-Minuten-Videos waren erlaubt, die einem auf einer Pferdemesse sehr wohl gewährt werden, aber man findet so einiges auf Youtube. Dieses Video zu Ernst-Peter Frey zeige ich Euch hier, weil es mich entsetzt, dass dort Trainer  für eine Arbeit am Pferd ausgepfiffen und ausgebuht wurden, die letztlich funktioniert hat - sogar sehr, sehr gut.

Das Video von Ernst-Peter Frey bzw. das von Bernd Hackl unten wurde offensichtlich ohne die Einwilligung des MMO bzw. Consult Marketing GmbH hochgeladen, denn es musste anscheinend bei Tunderhorses gelöscht werden oder wurde wegen Einspruch des MMO von Youtube entfernt.



Ich habe doch tatsächlich Kommentare auf
Facebook gefunden, wo behauptet wurde, dass
der Erlös den Mustangs in den USA zugute käme
Ist ja immer nett, wenn sich herausstellt, was man die ganze Zeit schon gesagt hat: Was bin ich froh, dass es dieses Mustang Makeover gegeben hat, denn jetzt ist bewiesen, dass auf diesem Turnier der Nicht-Turnierreiter genau das passiert, was auf allen anderen Turnieren auch zu sehen ist: Es gibt Pferde, die dem Trubel gewachsen sind und es gibt Pferde, die zuhause möglicherweise wie ein Uhrwerk laufen, aber regelrecht durchdrehen, wenn es eine Messe bzw. eine Prüfung ist, was zu diversen Kontrollverlusten der Reiter geführt hat. Wenn meine Tochter unser Pony Lucky reitet, sieht das völlig anders aus, als wenn sie Fancy reitet, die einfach höher im Blut steht - aber es ist ein und dieselbe Reiterin (btw: Was bin ich froh, dass wir ihre Videos von Turnieren nicht nur filmen, sondern sogar hochladen dürfen).
Ernst-Peter Frey scheint ein ähnliches Pferd erwischt zu haben und es war spannend zu sehen, wie er das Problem im Laufe der Veranstaltung gelöst hat. Auch bei zwei anderen Trainern, von denen Teile der Facebook-Community "enttäuscht" waren, bin ich nach wie vor der Meinung, dass sie wirklich etwas von Pferdetraining verstehen, ihr Pferd bestmöglichst vorbereitet und nicht überfordert haben. Ich bin auch ein großer Fan der Gewinnerin, aber die beiden Ritte, die ich von ihr auf Videos gesehen habe, wären auf einem normalen Turnier entweder als nicht wertungsfähiger Ritt mit "durchgefallen" geendet: Denn der Weg wurde nicht zuende geritten, als das Pferd sich wälzen wollte. So nett das auch ist, wenn das Pferd sich wälzen darf: Out of Pattern ist out of Pattern. In einer normalen Prüfung hätte es auch zu Abzügen geführt, als ihr Pferd gebuckelt hat. Dennoch gratuliere ich ihr und gönne ihr den Sieg von Herzen, es war alles in allem dennoch schön anzusehen. Gleichwohl hätte ich andere auch eher vorne gesehen:

Pferd lässt Reiter nicht aufsteigen und reißt sich los


- Das Pferd von Thomas Günther, den ich in meinem Buch "Westernreiten meets Natural Horsemanship" zitiert habe, hat sich in der Prüfung vom Bodenarbeitseil losgerissen, als Thomas aufsteigen wollte, und ist Richtung Ausgang gelaufen, wurde dort von Helfern gestoppt und dann von Thomas wieder eingefangen, der den Trail dann doch noch ziemlich souverän bewältigt hat - bis auf die Schreckhindernisse, aber was haben die auch in einer Prüfung zu suchen, die für junge Pferde gedacht ist? In der nächsten Prüfung, die einer EWU-Jungpferde-Basis ähnlich war (allerdings müssen bei der EWU die Jungpferde noch nicht aus dem Galopp anhalten), ließ selbiges Pferd sich zunächst nicht vorwärts reiten und rannte kurz vor der Prüfung einige Meter rückwärts. Danach hat Thomas aber erneut einen recht guten Ritt gezeigt, den man in der EWU durchaus als wertungsfähig bezeichnet hätte. Ich muss auch sagen, dass es beachtlich ist, dass Thomas es geschafft hat, dass das Pferd derart nachgiebig am Gebiss war. Einerseits Hut ab, andererseits: Die Behauptung des Veranstalters Strussione, dass es keine Köpfe hinter der Senkrechten geben würde, ist damit jetzt schon wiederlegt, denn das ging hin und her: Mal gab das Pferd nach, dann war es hinter der Senkrechten und mal hebelte es sich raus ... wie junge Pferde das eben so machen. Und immerhin bringt man das Pferd ja für seine eigene Gesundheit in Form, daher von mir ein Daumen nach oben für Thomas Günther. Dass, was man von Thomas sah, entspricht nämlich so ziemlich dem, was man in Jungpferdeprüfungen der EWU eben auch sieht - mit dem Unterschied, dass diese Pferde dann mindestens ein Jahr unterm Sattel sind, aber das hat ja dann der Veranstalter zu verantworten. Auch glaube ich, dass das Event viel harmonischer gewesen wäre, wenn es KEIN Wettbewerb gewesen wäre. Ich glaube den Meisten, dass sie nicht gewinnen wollten, aber auch die Angst davor Letzter zu werden, kann sich als innerer Druck auswirken. Man wird nervös, hat Angst sich zu blamieren und das Pferd spiegelt das: ein Turnier ist etwas völlig Anderes als zuhause zu reiten und auch bei Menschen gibt es solche, an denen dieser Druck abprallt und an anderen nicht - wer weiß das schon?

Pferd steht unter Strom - Austreten nach dem Absteigen


Nicht ich habe das MMO gemeldet, aber
auch diesen Screenshot muss man kennen:
Verstoß gegen FB-Gemeinschaftsstandards
- Das Pferd von Parelli-Instruktorin Silke Vallentin, deren Buch ich HIER rezensiert habe und bei der ich Kurse besucht habe, hat nach der Prüfung einmal ausgetreten. Auch das kommt vor, ist meiner Tochter sogar neulich mit ihrem Pony passiert, das jahrelange Turniererfahrung hat - aber in einer Prüfung steht man z.T. unter Strom. Bei Silkes Pferd war zudem schon in den Trainingsvideos zu sehen, dass es kein einfaches Pferd ist. Auch das ist wie auf jedem normalen Turnier: Es gibt supercoole Pferde, die so etwas in kürzester Zeit lernen (nach Parellis Pferdepersönlichkeitstypen z.B. die Left-Brain-Pferde) und es gibt sehr ängstliche Pferde, die einem solchen Riesenevent eben nicht gewachsen sind (die Horsenality der Right-Brain-Pferde). Ich hätte mir gewünscht, dass Silke ihr ureigenes Konzept bei ihren Showauftritten zeigen kann, aber sie musste die oben erwähnte Westernhorsemanship-Aufgabe vom Rolli aus begleiten, die einer Basisprüfung für Jungpferde ähnelt, wie sie im EWU-Regelbuch steht. Bei einem Wettbewerb müssen alle Teilnehmer, die gleiche Prüfung absolvieren. Allerdings habe ich bei diesem Paar nur den "Westernhorsemanship"-Teil gesehen. Zum Trail-Teil gibt es einen Bericht von Toffy, dem Einradpony, in dem nachzulesen ist, dass der Slalom so eng war, dass Pferd und Silkes Rolli beinahe kollidiert sein sollen.
Diese Veranstaltung ganz ohne Wettbewerb wäre meines Erachtens spannender gewesen, weil mehr Vielfalt hätte gezeigt werden können und der Druck auf die Teilnehmer nicht so hoch gewesen wäre, weil es Erste und Letzte gibt. Es liegt dann eine Spannung in der Luft, an die sich Pferd und Reiter allmählich (möglichst auf Dorfturnieren) gewöhnen müssen: Da gibt Silkes Pferd sich die ganze Zeit große Mühe, weil es spürt, dass es ein Wettbewerb ist und wenn es spürt, jetzt ist der Wettbewerb zuende, dann entlädt sich die Spannung genau in dem Moment, wo Zoe abgestiegen ist, so meine Theorie. So etwas kommt einfach vor: Auf dem Turnier der Nicht-Turnierreiter (außer Andrea Bethge und Ernst-Peter Frey reiten die glaube ich alle keine Turniere) und manchmal ist der Mensch die Ruhe selbst und die Pferde sind von sich aus aufgeregt, weil sie merken, dass es eine Prüfung ist. Es ist nämlich nicht immer der Mensch Schuld, weil man es mit Lebewesen zu tun hat, die nach Silkes Mentor Pat Parelli "eine eigene Meinung auf vier Beinen sind". Wenn ich dann bei Schauen der Videos Kommentare aus den Zuschauerreihen höre: "Jetzt zeigen die jungen Mädchen den großen Trainern, wie es richtig geht", kriege ich echt die Pimpernellen.

Rechenbeispiel führt zu Spekulationen: Zu wenig Zeit für Muskelaufbau


Was denn jetzt? Kein Wettbewerb?
Und wo kommen die Gewinner her?
- Bernd Hackl hat einen ziemlich guten Ritt hingelegt Aber dies nur am Rande, doch wenn es ein normales Turnier gewesen wäre, wäre es kein wertungsfähiger Ritt gewesen (der Ritt der Siegerin Maja aber auch nicht), weil er auf der falschen Seite der Pylone gelandet ist (oder sind alle anderen auf der falschen Seite der Pylone gewesen?). Dann hätte er in der Basis auf einem normalen Turnier auch noch gewaltigen Abzug wegen Kontrollverlust erhalten, weil das Pferd beim Angaloppieren einige Meter nach vorne losgeprescht ist. Danach hatte er durch das sehr deutliche Durchparieren eine Gangartunterbrechung von mehreren Tritten. Auch das hätte so viele Penaltys gegeben, dass er auf einem normalen Turnier keine Chance auf eine Platzierung mehr gehabt hätte. Aber auch hier: Es ist nicht Bernd Hackls Schuld, dass der Großteil der Pferde von diesem Event überfordert war. Dennoch sei mir eine Frage erlaubt: Warum reitet er eigentlich keine normalen Turniere, wo weniger Zuschauer sind, es mehr Zeit für die Jungpferde gibt - sowohl vor dem Event bzgl. der Trainingszeit als auch während der Prüfung? Aber auch wenn ich finde, dass es ein ordentlicher Ritt war und Bernd Hackl einen geschmeidigen und ausbalancierten Sitz hat, ändert dies nichts an meinen in anderen Blogbeiträgen und einem React-Video geäußerten Zweifeln daran, dass er das Pferd selbst trainiert hat (habe andere auch nicht alleine gemacht, aber die stehen dazu. Das geht ja auch gar nicht anders, wenn auf diversen Messen vertreten ist und Kurse gibt, wenn der Mustang zuhause nicht versauern soll). Den Verdacht hatte ich allerdings schon, als er PR-mäßig verbreitete, dass er das Pferd erst mal ankommen lasse und kaum Videos vom Training gezeigt wurden, da hatte ich direkt den Gedanken: "Nicht, dass die Co-Trainerin schon am ersten Tag das Pferd trainiert". Mein Verdacht gründet auf dem, was mir vom Trainer-Contest Odenthal von Augenzeugen berichtet wurde, wonach er damals das Pferd erst kurz vor der Show von dieser Co-Trainerin (zu sehen in folgendem Video bei Minute 10:22 & 15:20) übernommen habe, die ich auch einmal zufällig persönlich kennengelernt habe (HIER nachzulesen). Ich erwähne das nur deswegen, weil es für mich genau ins Bild passt, dass das Pferd so gut ausgebildet war, denn Muskelaufbau dauert eben bei jedem Pferd sechs Wochen und wenn er erst drei Wochen später als alle anderen angefangen haben will und dieselbe Zeit in die Bodenarbeit gesteckt hätte wie alle anderen, käme das für mich rein rechnerisch einfach nicht mehr hin, aber ich bin auch kein Mathegenie. Zu Hackls Finale gibt es auf Facebook auch Gerüchte und zwar er hätte dort weder Schritt noch Trab zeigen können. Leider ist ausgerechnet das Finale bei folgendem Video abgeschnitten - welche Gründe das hat weiß ich nicht, aber sehenswert finde ich die Passage bei Minute 13 (Video wurde von Youtube entfernt - siehe oben):



Hackl wurde jedenfalls Vierter beim MMO. Ob verdient oder nicht, das weiß man nicht, weil sich das alles nach irgendwie gewürfelt anfühlt, denn es gibt kein Regelbuch und keine ausgebildeten Richter. Nachdem ich alle (Horsemanship)-Ritte gesehen habe, sind mir die Bewertungskriterien nach wie vor schleierhaft. Leider sind sie auch nirgendwo einzusehen - es gab da mal was, aber das wurde gelöscht (HIER ein Screenshot der ursprünglichen, jetzt gelöschten MMO-Regeln - bitte nach unten scrollen).

Wurden manche Wettbewerbspferde gedopt?


Man weiß noch nicht einmal, ob Doping erlaubt oder verboten war. Wenn es aber keine Dopingkontrollen gegeben hätte, wie will man ausschließen, dass nicht vereinzelte Trainer ihre Pferde mithilfe von Beruhigungsmitteln im Showring vorgeführt haben? Wobei ich das den Dreien auf dem Siegerpost auf gar keinen Fall zutraue, denn ich fand gerade die Vorführung der beiden 18jährigen wirklich sehenswert, z.T. mit Halsring und beim Finale hatte die Gewinnerin Unmengen von Luftballons ans Pferd geheftet und die Andere ein Einhorn hinter sich hergezogen. Wirklich süß, aber so etwas fällt bei mir unter Showact und das spiegelt ja genau meine Meinung: Könnte man ein Mustang Makeover nicht auch als Nicht-Wettbewerb vermarkten, womit es sich erübrigen würde, dass der Veranstalter normale Turnierreiter diskreditiert, zumal auf normalen Turnieren auch Pferde wie meine Fancy irgendwann so viel Routine bekommen, dass man einen wertungsfähigen Ritt selbst auf einer Messe hinbekommt? Zum Glück kam da der Regen und als der Großteil der Zuschauer weg war, hatte unsere Fancy sich wenigstens halbwegs beruhigt, aber zwei Schritte seitwärts nach links vergessen, ist ein Nullscore und das ist auch richtig so, weil fair den anderen gegenüber. Wenigstens gab es da auch keinen Moderator, der wenn es knifflig wurde "45 seconds" brüllte und man dann auch noch den Druck hatte, dass die Zeit nicht reicht: Larissa durfte trotz Nullscore in aller Ruhe ihren Ritt beenden - keiner hat sie ausgelacht oder ausgebuht. Drei Dinge, die es beim Mustang Makeover gibt und die sich wirklich von normalen Turnieren insofern unterscheiden, dass mich das Mustang Makeover an einen Gladiatorkampf im alten Rom erinnert hat: Brot und Spiele für den Pöbel. Die Kollegin vom Einradpony auf Facebook verglich das Ganze ja mit der Hexenverfolgung im Mittelalter - auch sehr treffend, wenn man sich die Videos ansieht.


Noch etwas, was auf mich ein wenig entwürdigend wirkte, war die Versteigerung von Lebewesen. Da meines Wissens ja kein Geld an die Mustang Organisation in den USA gespendet wird: Muss das dann wirklich sein mit dieser Versteigerung, wo Leute ausgebuht wurden, weil sie auf Pferde geboten haben, bei denen auch der Trainer mitgeboten hat? Wenn der Veranstalter den Trainern kein Vorkaufsrecht einräumt, kann dann nicht auch gleiches Recht für alle gelten?

Ich hatte auch schon schlechte Ritte auf
"normalen" Turnieren, aber da hat bisher
niemand laut über mich gelacht
Auch dass das Publikum lacht, wenn einem Reiter etwas schief geht, gibt es nur beim Mustang Makeover oder beim Horse-Dog-Trail, wenn die Hunde Quatsch machen - ich finde beides unmöglich, denn es stört das Pferd-Reiter-Paar. Noch unmöglicher fand ich, dass die Jungpferde (die erst wenige Wochen unter dem Sattel sein konnten, wenn man seriös mit Bodenarbeit den sechswöchigen Muskelaufbau und einen 1-2 wöchigen Kennlern- und Vertrauensaufbau begonnen hat) auf Zeit geshowt wurden, ich erwähnte ja oben die Zwischenrufe "45 seconds" - nach so einer Durchsage würde ich mich sofort verreiten, denn das war echt knapp bemessen. Im obigen Beispiel von Thomas Günther, der da ja recht flüssig durchgekommen ist (das Rückwärtsrennen war, bevor die Prüfung begonnen hatte), war die Zeit genau in dem Moment zuende, wo auch die Prüfung zuende war (Anhalten aus dem Galopp - noch etwas, was es in einer Jungpferdebasis der EWU nicht gibt, da wird erst mal in den Schritt durchpariert).

Ich will jetzt nicht jeden einzelnen Reiter aufdröseln, aber man sah Pferde, die gescheut haben, Pferde, die sich nicht an ein Ende der Arena reiten ließen, das Sieger-Pferd hat (wenn auch nur kurz) gebuckelt, Sandra Schneiders Pferd sprang zur Seite, was zur Folge hatte, dass sie danach mehr mit dem Sortieren der Longe beschäftigt war als mit dem Pferd und ich den Filmausschnitten, die mir zur Verfügung standen, hat auch ein Pferd gebuckelt.

Unter zuhause gesucht, stelle ich mir etwas Anderes vor, als Pferde für
9.500 oder über 12.000 Euro zu versteigern und dann auch noch ausgebuht 
zu werden, wenn man es wagt da wirklich mitzubieten, weil man denkt, das 
Geld käme den Mustangs in den USA zugute - meines Wissens: Pustekuchen
Die hier gestreuten Screenshots zeigen, dass ich mich bereits im Vorfeld kritisch mit dem Event und den VOX-Pferdeprofis auseinandergesetzt habe, weswegen ich jetzt eine Klage am Hals habe und zwar wegen einem zulässigen Bildzitat in diesem Blogbeitrag:


Auch ich habe zwischenzeitlich erwogen, ebenfalls Klage gegen Bernd Hackl einzureichen, denn genau das hat mir die Staatsanwaltschaft geraten, aber andererseits ist mir das zu doof. Ich habe HIER richtig gestellt, dass ich weder seine Kinder bedroht noch bei Sandra Schneider Telefonterror betrieben habe und kann abschließend nur feststellen, dass Bernd Hackl ganz ähnlich mit Kritik umgeht, wie der Veranstalter des Mustang Makeover, weswegen dieser THEMENMONAT überhaupt ins Leben gerufen wurde. Gerade deswegen möchte ich explizit darauf hinweisen, dass ich positive Dinge durchaus auch erwähne, weil das ja immer wieder von seinen Fans unterschlagen wird. Wer ein Problem damit hat, dass ich nicht nur eine Meinung zum Mustang Makeover habe, sondern diese auch niederschreibe und verbreite, dem sei dieser Blogbeitrag von mir ans Herz gelegt:


Fundstück auf Facebook
Wenn ihr möchtet, dass ich Euch von weiteren Ritten berichte, dann kann ich das gerne machen. Auch freue ich mich über die Zusendung weiterer Trailritte, falls vorhanden, denn hier habe ich nur Günther, Hackl und Schneider gesehen. An all die, die mir Youtube-Links zu Videos oder auf andere Weise geschickt haben: Danke für das Vertrauen in mich, dass ich den Namen von Informanten nach alter Journalisten-Tradition nicht preisgebe.
Als Beleg dafür, dass ich meine Verdachtsmomente aufgrund von nachweisbaren Tatsachen entwickelt habe und diese Tatsachen nicht frei erfunden sind, hier meine eigenen Videos, die z.B. belegen, dass der Veranstalter Michael Strussione auf seiner Homepage tatsächlich behauptet hat, es werde weder aufgerissenen Augen noch Mäuler geben (die gab es aber bei 80 Prozent der Pferde sehr wohl - ist ja auch kein Wunder, da die Zeit von drei Monaten i.d.R. zu kurz ist, um Pferd auf solch einen Hexenkessel mit 5.000 Zuschauern vorzubereiten) und auch keine Köpfe hinter der Senkrechten (das bleibt beim Jungpferd ja auch einfach nicht aus, da es normal ist, dass manche Remonten  entweder nach vorne gegen den Zügeln gehen oder sich hinter dem Zügel verkriechen)


Für alle, die sich nicht die Mühe machen möchten, das Video anzusehen. Bei Minute 4.53 ist die Homepage des Mustang Makeover gescreent und dort stand bis zu Beginn des Events:
"EINE ECHTE ALTERNATIVE ZU WETTBEWERBS- UND TURNIERVERANSTALTUNGEN - Du hast schon oft auf dem Turnier gestanden und Dich gefragt, warum der Sieger gewonnen hat, obwohl ein anderer sein Pferd harmonischer präsentiert hat. Dann bist Du beim Mustang Makeover genau richtig. Es gibt IHN den Wettbewerb der über Harmonie und Vertrauen bewertet wird. (...) LASST UNS GEMEINSAM DIE WELT DER PFERDE ETWAS BESSER MACHEN - helft mit diese Veranstaltung bekannt zu machen, denn das sollte die Zukunft sein. Keine Pferde hinter der Senkrechten, keine aufgerissenen Augen. Wir wollen entspannte Pferde, die sich vertrauensvoll dem Reiter anschließen."
Da die meisten Pferde beim MMO waren aber nicht entspannt waren, hat man die Startseite jetzt offenbar geändert.


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In letzter Zeit wird mir vorgeworfen, ich würde NUR meckern und ich soll auch mal was Positives schreiben - mache ich eigentlich stets und ständig. Hier im Blog, im Turnierblog oder auch auf meiner Homepage, z.B. bei den Buchtipps, wo ich noch kein einziges Buch zerrissen habe und Bücher von der Konkurrenz auf die ich angeblich so neidisch bin von Herzen empfehle. Nicht nur das oben erwähnte Buch "Mit Horsemanship zur Hohen Schule" von Silke Vallentin, sondern auch die Bücher von Alfonso Aguilar, Linda Kohanov, Phillippe Karl, Mark Rashid, Jenny Wild und Peer Claßen. Es folgt bald die Rezension zu einem Fachbuch von Kathrin Förster übers Westernreiten, das ebenfalls positiv bewertet werden wird, denn auf die bin ich wirklich neidisch, denn die reitet einfach nur toll und hat eine tolle Beziehung zu ihren Pferden (ich komme z.Zt. nicht zum Schreiben, aber es ist bei Kathrin Förster von den Rode Ranch Stables und bei Reitsport Müller für 15 Euro erhältlich). Da es nicht auf Amazon ist in der oberen Reihe, die erwähnten Bücher und darunter meine eigenen.



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