Donnerstag, 19. Oktober 2017

Wie man Steigen verhindert, indem man klüger als das Pferd ist

Was tun mit selbstbewussten Pferden? Ideen muss man haben


In den letzten Beiträgen habt ihr ja am Rande auch unsere Queenie kennengelernt und die hat es faustdick hinter den Ohren. Vor einigen Tagen bin ich wegen einem dummen Zufall mit ihr gestürzt und mein Bein lag unter ihrem Bauch. Ich dachte: "Geh hoch" und sie hat tatsächlich reagiert. Dann sah ich, dass mein Fuß im Steigbügel hängt und ich dachte: ""Geh runter" und sie hat das ebenfalls gemacht - rauf und runter nur über Gedanken - irre. Mit Queenies Mutter hatte ich noch erstaunlichere telepathische Erlebnisse, die ihr HIER nachlesen könnt: Ohne Worte - Verständigung durch Raum und Zeit. 
Inga mit ihrem eigenen Pferd, das sie an Queenie erinnert
Aber bei Queenie war ich wirklich verblüfft, denn sie hat sich früher einen Namen dadurch gemacht, dass sie regelrecht streitsüchtig war, aber mit Charme, denn sie ist auch eine kleine Herzensbrecherin. Neulich hat sie eine Kundin von mir zu Tränen gerührt, die sie ansah und unter Tränen sagte: "Die ist so schön." Ich fand das in dem Fall besonders berührend, weil die Kundin eigentlich Zirkuslektionen bei mir lernen wollte und ich versucht habe, ihr zu erklären, dass man das nicht entkoppeln sollte, denn egal, was man mit seinem Pferd macht: Die Beziehung steht immer an erster Stelle. Die Kundin sagte mir, dass sie eine gute Beziehung zu ihren Pferden hat und als sie Sekunden später Tränen der Rührung in den Augen hatte, dachte ich bei mir: Queenie hat sich auf ihre Art ebenfalls mit uns unterhalten und gezeigt, wie tief eine Pferd-Mensch-Beziehung sein kann. Wenn man die hat, sowohl auf Vertrauen als auch auf Respekt beruhend, dann kann man selbst so einen Sturz ohne große Angst wegstecken, weil man weiß, dass man sich jederzeit auf den anderen verlassen kann (ich werde die matschige Ecke am Reitplatz allerdings meiden).
Beziehung muss natürlich gegenseitig sein, deswegen ist es auch so wichtig nichts beim Pferd zu erzwingen (ob mit oder ohne Fußlonge). Gerade bei selbstbewußten Pferden ist es sogar absolut wichtig, dass man sie nicht zu sehr bevormundet. Man braucht Grundgehorsam, was ich in TEIL 1 (Mit der Schaufel Pferd ohnmächtig geschlagen) und TEIL 2 (Wahl zwischen Pest und Cholera: Klaps oder Pferde fesseln) dieser Mini-Serie erklärt habe, aber wenn man diesen Grundgehorsam hat, dann sollte man selbstbewussten Pferden so viele Mitspracherechte wie nur möglich einräumen, denn dann geschehen wahre Wunder. Nachzulesen bei: Umgekehrte Psychologie bei Pferden.

Hier lernt Queenie das Kompliment - ohne Longe, denn ihr habt sicherlich
im letzten Monat gelesen, dass ein Pferd zu Tode gestürzt ist: HIER klicken
Nach dem Sturz letzte Woche hat Queenie mich jedenfalls mehr oder weniger von Kopf bis Fuß abgeleckt, als wollte sie sagen: "Das wollte ich nicht." Mein Sohn sagt eh immer, die passt auf mich auf, aber meine Tochter ist da schon eher ein ebenbürtiger Partner für Streitereien, die kann das aus Queenies Sicht ab. So gab es bei ihr auch einmal Zeiten, wo Queenie regelmäßig unter dem Reiter gestiegen ist. Queenie beherrscht Parellis sieben Spiele nämlich aus dem Eff-Eff und hat schon als Fohlen Leute getreten, wenn diese auch nur einen Zentimeter ausgewichen sind. Nachdem es durch Natural Horsemanship dann doch ein einigermaßen braver Jährling geworden war, gingen die Probleme beim Einreiten wieder los. Alle paar Monate kam dieses Pferd auf die Idee uns mitzuteilen, dass es gerade keinen Bock hat: Mal durch Buckeln, was Larissa schnell im Griff hatte, dann durch sich einfach Hinlegen oder Stehenbleiben, was wir noch schneller im Griff hatten und nach einigen recht harmonischen Monaten, kam das Pferd auf die Idee unterm Sattel kerzengerade zu steigen und ist einmal dabei sogar nach hinten rüber gekippt. Wie gefährlich das nicht nur für den Reiter, sondern auch fürs Pferd ist, wissen wir ja jetzt (HIER geht es zu Teil 3: Pferd zu Tode gestürzt, weil es Kompliment und Fußlonge verweigert), aber dieses Problem hatten wir nicht so schnell im Griff, weil man in dem Moment statt angemessen zu reagieren, versucht einen Sturz zu vermeiden und das eigene Leben zu retten.

Donnerstag, 14. September 2017

Pferd zu Tode gestürzt, weil es Kompliment & Fußlonge verweigert

Lucky hat die Fußlonge toleriert, Fancy nicht - im VIDEO unten zeigen wir
mit Fancy wie das Kompliment auch ohne Fußlonge beigebracht werden kann
Im letzten Monat ging es darum, dass Pferdetraining nicht immer lieb und nett sein kann und man es durchsetzen muss, dass ein Pferd einmal einen Schritt zur Seite geht (HIER nachzulesen). Aber einen Zirkustrick beim Pferd durchzusetzen .. auf die Idee würde ich im Leben nicht kommen, denn das macht man doch zum Spaß und es geht hier nicht ums Thema Grundgehorsam bzw. Safety First. Es darf nicht wahr sein, dass ein Pferd, das das Kompliment nicht lernt, dafür sein Leben lässt.

Bei einem Zirkuskurs in Leichlingen ist vor einigen Monaten ein Pferd zu Tode gestürzt und der Trainer versuchte sich herauszureden mit: "Da hat man mir einen Steiger untergeschoben." Nachdem das Pferd ein Dutzend mal gestiegen war und sich das erste Mal überschlagen hatte, hat er wohl die Besitzerin gefragt, ob er weitermachen soll. Diese antwortete, dass sie das Kompliment zuhause nicht machen wolle. Darauf ermahnte der Trainer sie, dass man einem Pferd ein solches Verhalten nicht durchgehen lassen solle (Quelle: Horseman - das Wort Käseblatt des Pferdesports will ich jetzt mal nicht in den Mund nehmen, obwohl ich es ungeheuerlich finde, dass das Blatt dem Trainer seitenweise ein Forum gegeben hat, der Pferdebesitzerin aber nicht). Ganz ähnlich verhielt es sich bei MEIN PFERD und der REITERREVUE, die unerwähnt ließen, dass das Pferd zum Dutzenden Mal stieg und sich dann das erste Mal überschlug, nachdem der Trainer sechs Minuten lang versucht hatte, das Pferd in das Kompliment zu zwingen. Videoaufnahmen beweisen, dass das Pferd in den ersten zwei Minuten brav kooperierte, aber dann wurde die Gegenwehr heftiger, weil der Trainer sich mit wenigen Zentimetern Richtung Boden nicht zufrieden gegeben hatte.


Dienstag, 22. August 2017

Die Wahl zwischen Pest & Cholera: Klaps oder Pferde fesseln

Muss Pferdetraining eigentlich immer nur lieb und nett sein? 


Kuscheln ist zwar nett, aber es sollte alles zu seiner Zeit sein und vor allem
sollten wir das Pferd um Erlaubnis fragen, es streicheln zu dürfen
Diese Frage sollte man mal einem Manager stellen, denn wenn der immer lieb und nett ist, dann ist er in seinem Job falsch, aber so was von. Im Pferdetraining wird das aber erwartet, dass der Trainer stets und ständig mit Samthandschuhen agiert, egal, wie das Pferd sich verhält. In diesem Zusammenhang habe ich im letzten Monat den Blogbeitrag: "Pferd mit der Schaufel niedergestreckt" geschrieben und betont, dass ich natürlich nicht befürworte, Pferde mit Schaufeln zu schlagen, aber ein paar Gedanken zum berühmt-berüchtigten Klaps niedergeschrieben haben. Zusammengefasst:

  • Wir setzen dem Pferd, das entgegen, was es uns entgegen setzt PLUS 100 Gramm
  • Wir haben keinen Groll dabei im Bauch, so dass es ein Spiel bleibt
  • Wir wählen so leichte Aufgaben, dass eine Überforderung ausgeschlossen wird
  • Wir gehen anders vor, wenn Angst im Spiel ist, isbd. wenn Pferde einfrieren vor Angst
  • Unsere Phase 4 setzen wir ein einziges Mal kurz und knackig ein, so dass das Thema geklärt ist und wir keine Dauernörgler beim Pferd werden.

Heute geht es weiter mit Teil 2, denn nur weil Pferdetraining nicht immer lieb und nett sein muss, heißt das noch lange nicht, dass man dem Pferd alles Erdenkliche antun darf. Es gibt ein paar wenige Dinge, die man unbedingt durchsetzen sollte und zwar Übungen, die uns den Grundrespekt sichern und zeitgleich so einfach sind, dass kein Pferd damit überfordert ist, z.B. ein Schritt rückwärts, ein Schritt die Vorhand oder Hinterhand bewegen, aber der Gegenpol ist das Verständnis fürs Pferd und der Respekt vorm Pferd, der uns dazu bringt, sich ins Pferd einzufühlen. Es gibt schließlich auch hochsensible Pferde, denen man Zeit geben muss. Die Kunst ist es eben, das jeweilige Pferd einzuschätzen. Die meisten Pferde verstehen aber durchaus, wenn man ihnen abverlangt, dass sie ausweichen sollen - nur ein kleines bisschen, denn genau das verlangen auch ihre Artgenossen von ihnen - egal wie das jeweilige Pferd tickt. Wichtig ist, dass das Ganze ein Spiel ist. Wut oder Frustration hat im Pferdetraining nichts zu suchen.

Menschen werden ständig von ihren Pferden rumgeschubst und merken es nicht


Freitag, 14. Juli 2017

Mit der Schaufel das Pferd ohnmächtig geschlagen

Jetzt geht bestimmt ein Aufschrei der Entrüstung durch die Leserschaft und ich kann nur sagen:
"Ich war's nicht."
Aber auch, wenn ich noch nie ein Pferd mit der Schaufel geschlagen habe, so kann ich das in den konkreten Fällen sehr gut nachvollziehen (die Schaufel-Geschichten sind weiter unten).
Auch wenn die beiden Pferde ihr gemeingefährliches Verhalten danach nie wieder gezeigt haben, will ich keineswegs dafür plädieren, Haustiere mit Schaufeln niederzustrecken. Ich möchte einfach nur darauf hinweisen, dass diese rosarote Wolke, die z.B. auf Facebook verbreitet wird von dankbaren Pferden, die so übermäßig geliebt werden, dass sie alles für ihren Besitzer tun, nichts weiter sind als Augenwischerei und wenn überhaupt dann nur auf einen sehr geringen Prozentsatz der Pferde zutrifft. Alle anderen Pferde testen ihren Menschen, nicht um diesen Menschen zu ärgern, sondern um eine adäquate Antwort auf die elementare Frage in der Pferdewelt zu stellen: "Bin ich sicher?" Und wenn der Mensch zögerlich ist, dann fühlt sich ein Pferde eben nicht sicher und stellt diese Frage ein zweites, drittes oder hundertstes Mal - eine permanente Diskussion halt. Diese erste Frage des Pferdes zum Thema Sicherheit können Sie - in der Regel ohne Schaufel - über die Beantwortung einer zweiten Frage beantworten und die lautet "Wer bewegt Wen?" - wie das geht, steht hier:


Pferde sind nicht immer nett und
manche Pferde sind regelrecht streitlustig.
Jetzt ist es aber nicht nur entscheidend, dass es Ihnen gelingt, Ihr Pferd zu bewegen und nicht vor ihm ausweichen, sondern Sie sollten dies schnell können und möglichst mit einer einzigen kurzen, knappen und dynamischen Aktion. Denn das Pferd will von Ihnen wissen, wie Sie sich verhalten, wenn der Tiger oder das Wolfsrudel angreift: Wer zögert, ist tot. Es macht eben wenig Sinn, mit Tigern und Wolfsrudeln in Stuhlkreisen Grundsatzdiskussionen zu führen.
Deswegen gibt es im Natural Horsemanship etwas, das Phase 4 genannt wird (HIER schreibe ich darüber und stelle die vier Grundtypen der Pferdepersönlichkeitstypen vor). Diese Phase 4 ist eben nicht bei allen Pferden gleich und umschreibt das, was den Gehorsam des Pferdes sicherstellt und folgt dem Grundsatz: "So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig." Bei dem einen Pferd reicht es vielleicht, wenn Sie die Augenbraue streng heben und böse gucken, manche brauchen hingegen ein lautes Wort und es gibt in der Tat auch einige wenige, bei denen sie körperlich werden müssen, um die Frage des "Bin ich sicher?" fürs Pferd (unmiss)verständlich zu beantworten.

Freitag, 30. Juni 2017

MMO-Finale: Buckelnde Pferde, die austreten und sich losreißen

Das wurde beim Mustang Makeover als Vertrauen gehandelt. Ich finde, dass das Pferd keine Wahl hat, denn es ist blind -
würde es buckeln oder losrennen, dann bricht es sich womöglich alle Knochen (dies ist nur ein Ausschnitt - das ganze 
Bild ist hier: https://www.facebook.com/LuukTeunissenAusbildungszentrum/ - der Ritt auf Video bei echo-online.de)
Ungehorsam von Pferden gab es häufig beim
MMO - einen Ausschluß gab es auch dort
nicht und niemand wurde übers Knie gelegt,
wie es der MMO-Veranstaler hier fordert
Ich war ja nicht da, aber wenn man die Berichterstattung auf Facebook verfolgt, gewinnt man den Eindruck, als hätte es zwei Mustang Makeovers (MMO) am Wochenende gegeben. Die Einen schreiben, dass alles ganz, ganz toll war: Harmonische-Pferd-Reiter-Paare, ganz toll organisiertes Event und die Anderen behaupten das Gegenteil und berichten, sie hätten den Samstag mit Schlangestehen verbracht: Beim Essen, beim Trinken, beim Parken sowieso und dann auch an der Toilette, aber das hätte sich wohl schnell erledigt gehabt, denn am Ende hätten eh nur noch die Teilnehmer auf die Toilette gedurft, Zuschauer seien, als die Veranstaltung zuende war, von Türstehern am Toilettengang gehindert worden, so liest man auf Facebook.
Auch der Moderator war entweder ganz toll oder ganz schrecklich und man bekam sogar zu hören, dass er gegen die Turnierreiter gewettert hätte. Besonders die Englischreiter hätten ihr Fett wegbekommen, denn vom Moderator soll Rollkur und Sperrriemen angeprangert worden sein (was ich ja auch nicht befürworte, aber muss man immer von einem kleinen Prozentsatz der Reiter auf alle anderen schließen und derart die Konkurrenz anprangernDer Moderator macht Selbiges ja auch auf seiner Facebook-Seite)
Genau das war ja auch mein Kritikpunkt am Mustang Makeover - nämlich, dass der Veranstalter im Vorfeld behauptet hat, dass das Mustang Makeover eine so viel bessere Alternative zum Turniersport sei, wo es keine aufgerissenen Augen und Mäuler und auch kein Pferdekopf hinter der Senkrechten geben sollte. Wie nicht anders zu erwarten, hat es all das aber sehr wohl beim MMO gegeben - sogar bei fast allen Ritten.
Es gab ein Filmverbot - noch nicht einmal die üblichen Ein-Minuten-Videos waren erlaubt, die einem auf einer Pferdemesse sehr wohl gewährt werden, aber man findet so einiges auf Youtube. Dieses Video zu Ernst-Peter Frey zeige ich Euch hier, weil es mich entsetzt, dass dort Trainer  für eine Arbeit am Pferd ausgepfiffen und ausgebuht wurden, die letztlich funktioniert hat - sogar sehr, sehr gut.

Donnerstag, 29. Juni 2017

Mustang Makeover im Kampf gegen das Grundgesetz

Vielleicht braucht man ja auch deswegen
kein Regelbuch, weil die beteiligten
Trainer eine Art Freifahrtschein haben
Die Macher des Mustang Makeovers werben damit, dass sie als Novum in ihrem Wettbewerb Harmonie bewerten und deswegen eine Alternative zum regulären Turniersport seien  (das habe ich HIER  bereits in Frage gestellt, weil das MMO ja ein Wettbewerb für Prominente ist und nicht jedermann teilnehmen darf). Zwar ist das im Gegensatz zu dem, was von den Veranstaltern behauptet wird, auf regulären Turnieren auch so, dass das harmonischste Paar gewinnt, aber hier gesteht man sich ein, dass man einfach nicht beurteilen kann, wie das Pferd im Vorfeld trainiert wurde. Bei der EWU werden die Pferde zwar nach einer Reining-Prüfung nach Sporenspuren untersucht, die zur Disqualifikation führen, falls welche gefunden werden, aber psychischen Druck sieht man einem Pferd nicht an. Auch gibt es Aufsichten auf dem Abreiteplatz, wobei z.B. jegliche Hilfszügel verboten sind. Aber, was zu Hause hinter verschlossenen Türen passiert, das weiß man einfach nicht.

Anders beim Mustang Makeover, die ja den Mustang - wenn auch etwas widersprüchlich - als ganz besonderes Pferd verkaufen: Mal soll es sehr menschenbezogen und besonders leicht zu trainieren sein, mal heißt es demgegenüber, dass man Mustangs mit Druck so gar nicht trainieren kann, was ein Training schwierig bis unmöglich macht, denn ich muss ja drücken, um ein Pferd zu bewegen und brauche auch Zügelakzeptanz usw. Andererseits würde ich auch einmal behaupten, dass sich die wenigsten Pferde mit übermäßigem Druck trainieren lassen. Es ist immer eine Gratwanderung und je selbstbewusster ein Pferd, desto mehr muss man auf Motivation setzten, weil auch "normale" Pferde sonst dicht machen. Da erleben wir auch immer wieder bei unserem Jungpferd Queenie: Wenn die nicht will, will die nicht. Andererseits kommt man um das Sicherstellen des Grundgehorsams schon aus Verantwortungsgefühl und aus Sicherheitsgründen nicht drumherum, denn Queenie hat schon als Fohlen Leute getreten, wenn sich diese ihr gegenüber durch Ausweichen als rangniedrig präsentiert haben und wird der Gehorsam verweigert ist es wie in der Kindererziehung: Es muss eine Konsequenz geben.
Wie auch immer: Ich habe nun Screenshots von den Machern des Mustang Makeober gesichert, in denen behauptet wird, dass man beim Event selbst sehen würde, WIE das Pferd trainiert wurde. Man will also sehen (oder hellsehen?) können, ob das Pferd mit Druck trainiert wurde oder nicht. Genau das zweifel ich anhand von Videos von Clinton Anderson aus Australien an (ganz nach unten scrollen). Das Erste zeigt eine sehr harmonische Show mit einem entspannten Pferd; das Zweite ein Trainings-Video, indem durchaus Druck angewendet wird (was bekanntlich kein Synonym für Gewalt ist).

Vorher möchte ich Euch aber auf zwei Satiren in Sachen Mustang Makeover hinweisen, die ich in meinem politischem Blog geschrieben habe und Euch noch drei relevante Zitate ans Herz legen:


Mittwoch, 21. Juni 2017

Hat das Mustang Makeover womöglich das Rad neu erfunden?

Gestern habe ich mich ja in Videobeispielen von Clinton Anderson darüber ausgelassen, dass man beim MMO über Blick in die Glaskugel erkennen will, WIE die Pferde im Vorfeld trainiert wurden: Das MMO im Kampf gegen das Grundgesetz

Heute (am 29.6.17) habe ich auf der MMO-Seite die Prüfungskriterien entdeckt und lese: "Das MUSTANG MAKEOVER möchte Grenzen öffnen und neue Maßstäbe in der Bewertung von Wettbewerben setzen."
Dort ist zu lesen: "Der Begriff Pflichtprüfungen wurde verwendet, um deutlich zu machen, dass diese absolviert werden müssen, um am großen Finale teilzunehmen. Der Begriff Pflicht bedeutet nicht, dass die Aufgaben perfekt ausgeführt werden müssen."

Queenie mußte letztes Wochenende nicht korrekt laufen, weil 1. Turnier für sie
Was glaubt der Veranstalter denn, wie das auf normalen Turnieren ist? Wenn man etwas perfekt schafft, dann ist man Deutscher Meister und um Deutscher Meister zu werden, muss der Reiter sich erstmal drei Jahre lang durch mehrere Leistungsklassen hochreiten, um überhaupt an einer Meisterschaft teilnehmen zu dürfen und da hat man dann z.T. knapp 100 Konkurrenten.
Das Pferd muss ebenfalls jahrelang ausgebildet werden: Bei der EWU z.B. sind die Jungpferde ein Jahr unterm Sattel, bevor sie auf Turnieren vorgestellt werden dürfen (4-jährig). Im Alter zwischen 0-3 Jahren werden sie selbstverständlich am Boden bereits auf ihr Leben als Reitpferd vorbereitet (angefangen vom Vertrauensaufbau, Hufe geben bis zum Muskelaufbau am Boden, bevor sich da ein Reiter drauf setzt). Wenn also das MMO neue Standards setzt, ist dass dann so, dass das, wofür man sich auf regulären Turnieren Jahre Zeit lässt, jetzt in drei Monaten durchgepeitscht werden soll? Der Faktor Zeit ist nämlich der einzige Unterschied, der sofort ins Auge fällt. Das Mustang Makeover schreibt sich m.E. angebliche Neuheiten auf die Fahnen, die bei jedem anderen Turnier bereits Standard sind. Coole Geschäftsidee - sollte ich vielleicht auch mal versuchen: Auf den Markt gehen und als Marktschreier rufen: "Ich habe eine Alternative zur Kutsche gefunden. Nehmt doch einfach das Auto." Mir fallen nur zwei Erklärungen ein, warum so für das Spektakel im August geworben ist: Entweder kennt der Veranstalter sich im Turniersport nicht aus oder es ist einfach ein höchst aggressives Marketing, um auf Kosten der regulären Turnierreiter das eigene Event zu vermarkten.

Samstag, 17. Juni 2017

Mustang Makeover - der Bericht: Keine Antwort ist auch eine Antwort

Tja, ich beginne mal mit einem Vorab: Meine "25 Fragen an die Macher des Mustang Makeover" wurden natürlich nicht beantwortet, habe ich auch nicht wirklich mit gerecht. Deswegen hatte ich sie so formuliert, dass sie auch ohne Antwort aussagekräftig sind: HIER. Zwischendurch hat Veranstalter Michael Strussione aber in einem Facebook-Kommentar geschrieben, man hätte mir mehrfach ein persönliches Gespräch angeboten, was Quatsch ist, denn er wollte mit mir bzw. allen Admins nur deswegen telefonieren, um die Kritik in einer meiner Facebook-Gruppen einzudämmen. Als das nicht gelungen war, hat er einigen Mitgliedern der FB-Gruppe "Die Pferdeprofis an der Bande" mit Klage gedroht. Strussione sprach von unwahren Tatsachenbehauptungen - Rechtsanwälte sahen das anders und schrieben, dass es bei dem, was in der Gruppe geschrieben wurde, um zulässige Werturteile ging. Einer fragte sich sogar, ob Strussione sich mit seinen Klageandrohungen selbst strafbar gemacht haben könnte, weil seine Drohungen möglicherweise als Nötigung zu werten seien (siehe Screenshot rechts). DAS und nichts anderes sollte Inhalt des Telefonats sein (auch dazu habe ich Screenshots). Um meinen guten Willen zu zeigen, hatte ich Strussione geschrieben, dass er meine Fragen gerne auch telefonisch beantworten könnte, ich würde das Gespräch dann aufzeichnen (denn bei der bisherigen Berichterstattung gab es von Seiten des Mustang Makeovers Klagen darüber, dass man falsch zitiert worden sei. Diesen Vorwurf wollte ich umgehen). Auf diese meine Nachricht, habe ich keine Antwort erhalten,was aber nicht sooo wichtig ist, weil man bei Verdachtsberichterstattung nur die Gelegenheit zur Stellungnahme geben muss und wenn der Gegenüber diese Gelegenheit nicht wahrnimmt, darf man im Nachgang natürlich trotzdem berichten. Also habe ich erst mal eine Satire geschrieben (eine weitere mit dem Titel "Das Grundgesetz - brauchen wir das noch oder kann das weg? erscheint Anfang Juli in meinem POLITISCHEM BLOG) - hier die Erste:

Was ein Mustang Makeover mit Hundekacke und Katzenbabys zu tun hat (bisher 600 Aufrufe)

Und dann endlich kam doch mal eine Reaktion von Michael Strussione ...

Sonntag, 4. Juni 2017

Doppelmoral, ein Gedicht mir zu Ehren & Hackls Kinder bedroht

Gestern habe ich ein satirisches Plädoyer geschrieben, nachdem das Grundgesetz abgeschafft gehört, weil es keiner mehr haben will (including : Nicola-Steiner-Bullshit-Bingo) - HIER nachzulesen - und heute kommt der Tragöde zweiter Teil:

Wenn wir nun einmal dran sind, lasst uns Nägel mit Köpfen machen und Journalismus und Presse auch komplett abschaffen. Kann weg, braucht keiner mehr, denn es gibt ja heutzutage selbsternannte Facebook- & Youtube-Experten, die finden dass der Journalismus als vierte Gewalt im Staat ausgedient hat. Kontrollfunktion der Presse – was soll das denn sein? Wenn der Presse was nicht gefällt, soll sie doch einfach mit dem Allerwertesten zuhause bleiben. Wusstet ihr eigentlich, dass die Berufsbezeichnung „Journalist“ nicht geschützt ist? Jeder darf sich Journalist nennen und damit auch diese Kontrollfunktion der Presse wahr nehmen – im Sinne der Pferde, im Sinne der Verbraucher. Aber auch unter den Verbrauchern sind nicht alle gleich, denn man darf alles und jeden kritisieren, aber doch bitte keine Leute des gleichen Berufsstandes, denn der Grundsatz „Kollegenschelte“, bei dem die einen Krähen den anderen keine Augen auskratzen dürfen, wiegt viel schwerer als jegliches Gesetzbuch (es sei denn Bernd Hackl, Sandra Schneider oder der Veranstalter des Mustang Makeover kritisieren den Rest der Reiterwelt in Grund und Boden – dann ist es genau andersherum). Das wurde mir neulich von einer anderen Bloggerin erklärt, die selbst sowohl VOX-Pferdeprofis als auch Mustang Makeover kritisiert hat. Aber wenn zwei dasselbe machen, dann ist es noch lange nicht dasselbe. Sie wäre ja keine Trainerin – die darf das, bei mir ist es Kollegenschelte: ich darf das nicht. Ja, nee … iss klar.
Zensur ist ja nur dem Staat untersagt, Facebook darf das sehr wohl und wenn Sachargumente fehlen, dann kann man ja versuchen, Kritiker mundtot zu machen, indem man ihnen droht. Mit Klagen z.B. (HIER gibt es eine Satire zu: Der Pepper-Verlag verklagt unseren Blog). Oder man droht Kritikern unterschwellig damit, sie finanziell zu ruinieren z.B., indem deren Google- & Facebook-Seite sowie deren Bücher negativ bewertet werden (mir passiert), andere müssen sich öffentlich dafür entschuldigen, dass sie es sich erdreistet haben, etwas Kritisches gegen das Mustang Makeover zu sagen, denn sonst wird geklagt (in meiner Satire-Facebook-Gruppe angedroht – HIERnachzulesen), aber wenn man gelobt, lieb und brav zu schweigen, gibt es eine Freikarte geschenkt und die Klage-Drohung wird ad acta gelegt.
Wer klagt, braucht nicht nur Richter, der braucht auch Gesetze, wo wir ja eigentlich dachten, die könnten größtenteils weg. Ist einfach zu mühsam, ständig das Strafgesetzbuch nach Gutdünken zu verbiegen. Ein kleines bisschen Grundgesetz darf es daher schon noch sein, denn wenn der Gleichheitsgrundsatz weg kommt, ist das Problem ja schließlich gelöst. Praktisch für TV-Sender, praktisch für Event-Manager, denn durch die Abschaffung des Artikel 3 GG kann so ein Veranstalter nach Gutdünken darüber entscheiden, in welchen Fällen das Strafgesetzbuch Anwendung findet und in welchen nicht. Sagt jemand z.B. etwas Kritisches übers Mustang Makeover im Sinne von: „Da geht es doch gar nicht ums Tierwohl, die wollen sich alle bloß die Taschen voll Geld stopfen„, dann ist das angeblich weder Meinung noch Werturteil, sondern Beleidigung nach § 185 Strafgesetzbuch und eine unwahre Tatsachenbehauptung, weil der Veranstalter das eben so empfindet. Der wiederum darf sagen, was er will und sogar unwahre Tatsachen vor sich hin behaupten und schwuppdiwupp darf er die Gerichte für seine Zwecke „Leben-und-leben-lassen SPRICH: Klappe-halten“ anrufen, denn wer klagt hat Recht, sagt Facebook. Warum sich dann überhaupt die Mühe machen zu klagen? Ich verstehe manchmal die Welt nicht mehr.
Beim Mustang Makeover dürfen ja auch die VOX-Pferdeprofis mitmachen und da sagt der Veranstalter, dass die erfahren sind und wenn der das sagt, dann ist das so. Die wissen ja bekanntlich, was sie tun, selbst dann, wenn sie Pferde mit Hengstketten longieren, Longenkarabiner durch Pferdemäuler ziehen, lahme Pferde reiten bzw. solche korrigieren, die nur buckeln, weil sie Schmerzen haben. Und wer hinter all diesen Aktivitäten den Tierschutzgedanken nicht entdeckt, der ist bekanntlich nur neidisch und psychologisch erwiesenermaßen profilneurotisch.

Freitag, 2. Juni 2017

Das Grundgesetz - brauchen wir das noch oder kann das weg?



Satire DefinitionAlso, ich denke ja, das kann weg. Das will ja keiner mehr, wenn man sich so die Diskussionen auf Facebook oder die Kommentare unter Youtube-Videos anschaut. Als ich jung war, gab es ein Phänomen, das sich Diskussion nannte. Person A sagt, finde ich doof, weil .. und Person B behauptete das Gegenteil, weil … – landläufig Sachargumente genannt. Sowas Überflüssiges kann auch weg, weilzeitaufwendig. Da muss man sich ja erst mal informieren, bevor man den Rand aufreißt – Gott bewahre. Wer es aber heutzutage wagt, sich tatsächlich zu informieren und sich anhand dieser Informationen eine Meinung zu bilden, der wird virtuell gesteinigt oder auf den Facebook-Scheiterhaufen gezerrt. Ich zum Beispiel bin ja der Meinung, die VOX-Pferdeprofis taugen nichts als Pferdetrainer, zumal da oft genug die Pferde dann doch verkauft werden müssen, weil die Besitzer trotz monatelanger „Therapie“ immer noch nicht klar kommen oder das ursprüngliche Problem gar nicht erst gelöst wurde. Das spreche ich nicht nur frank und frei aus, sondern kann es auch anhand der Sendung belegen, aber das interessiert die Youtube- und Facebook-Inquisitoren nicht, denn die können hellsehen, aber sowas von. „Du bist ja nur neidisch„, ist das Totschlagargument Nr. 1 knapp gefolgt von: „Du hast ja persönlich was gegen den Bernd und willst den nur fertig machen. Das ist psychologisch erwiesen.“



Donnerstag, 1. Juni 2017

25 Fragen an die Macher des Mustang Makeover

Sehr geehrte Frau Strussione, sehr geehrter Herr Strussione,

da ich mich über Ihre Website und Youtube-Kanäle intensiv über Ihr Event informiert habe, ergeben sich für mich einige Fragen.

Ich plane in meinem Blog (12oaks-ranch.blogspot.de bzw. steiner-horsemanship.blogspot.de - ggf. als Themenmonat) über Ihr Event Mustang-Makeover (MMO) zu berichten. Da ich gelegentlich für Pferdeportale schreibe (z.B. 4my.horse oder selten auch hufgefluester.eu) würde ich diesen Bericht oder (falls es zu einer e-Mail-Stellungnahme kommt) auch bzw. nur dieses Interview den genannten Portalen zwecks Veröffentlichung anbieten (beide Portale erhalten eine Kopie dieser eMail).

Sollten Sie zu den vorgenannten Fragen keine Stellungnahme abgeben wollen, würde ich schreiben, dass der Veranstalter nicht zu einer Stellungnahme bereit war bzw. erwähnen, dass einzelne Fragen mit "Kein Kommentar" erwidert wurden, falls dem so sein sollte. Sie sind also nicht verpflichtet, hierauf zu antworten. Sollte ich bis zum 5. Juni nichts von Ihnen gehört haben, würde ich dies entsprechend publizieren.

Allerdings möchte ich Sie explizit bitten, im Falle einer Stellungnahme, die Fragen (per eMail) schriftlich zu beantworten, weil ich mir ungern nachsagen lassen möchte, ich hätte Sie nicht wort- bzw. sinngetreu zitiert und es am Telefon für mich keine Möglichkeit gibt, Aussagen im Nachhinein zu belegen, falls die Berichterstattung im einen oder anderen Punkt kritisch sein sollte - wobei ich hier selbstverständlich völlig offen bin, da ich die Antworten ja noch nicht kenne und somit auch eine positive Berichterstattung im Bereich des Möglichen ist. 


1. Auf der Startseite Ihrer MMO-Homepage steht: 

Montag, 22. Mai 2017

Unser Blog wurde verklagt - vom Pepper-Verlag ...

... und zwar wegen diesem Blogartikel über die Sendung VOX-Pferdeprofis (Staffel 5 / Episode 4):

Pferde brechen - ein ungeheuerlicher Verdacht gegen Bernd Hackl

In diesem Blogbeitrag gibt es ein Bildzitat (Buchcover). So was darf man ja normalerweise nicht verwenden wegen dem Urheberrecht, aber es gibt Ausnahmen, z.B. § 51 des UrhG: das Zitatrecht.

Das hatte ich dem Pepperverlag bereits in einer eMail geschrieben (die ihr HIER findet).

Hinweis: Zwar zähle ich zuerst alle Fakten auf mit zugehörigen Links, aber dieser Blogbeitrag enthält im zweiten Teil, die beste Satire, die ich jemals geschrieben habe (mal abgesehen vom Buch "Die Lüge vom Sozialstaat") ... es lohnt sich unten auf WEITERLESEN zu klicken.

Nach den ersten beiden Ein-Stern-Bewertungen innerhalb weniger
Minuten hatte ich das geteilt, was dann widerum in diese Läster-
-gruppe geteilt wurde, so dass es mehr wurden. Da ich das unter die
Negativ-Bewertungen gepostet habe, wurden einige wieder gelöscht.
Alleine die Tatsache, dass es diese Klage gibt und ich auch auch noch so kackendreist-selbstsicher war, die Auffassung zu vertreten, dass mein Tun und Treiben rechtens ist, hat einen Shitstorm auf Facebook ausgelöst. Der hatte sich gewaschen und sogar dazu geführt, dass quasi dazu aufgerufen wurde, meine 12-Oaks-Ranch-Firmenseite auf Facebook negativ zu bewerten (gerade heute kam noch eine Bewertung von jemand, der niemals Unterricht bei mir hatte).
Netterweise haben mich aber die Leute aus meiner FB-Gruppe ebenfalls bewertet (was sie halt bewerten konnten: Die einen Unterricht, die anderen meine Facebook-Tipps, Bücher & Videos), aber das könnt ihr ja auf Facebook nachlesen, wenn ihr die Bewertungen dort aufruft.
Anlässlich des Shitstorms in dieser Lästergruppe ohne Regeln, habe ich eine Stellungnahme verfasst (HIER zu finden). Und HIER findet ihr meine Beweise, dass ich nichts erfunden habe.
Wenn ihr Euch jetzt mithilfe der obigen Links durch die Vorgeschichte gewühlt habt, will ich Euch jetzt mal erzählen, was der Anwalt von der ganzen Sache hält. Erst mal musste ich ihm ja die Geschichte aus den vielen obigen Links erzählen und die sollte beginnen mit: "Es war einmal ein Pferd namens Otto, das buckelt, weil es (meiner Meinung nach - kann man nicht oft genug sagen)  entweder Gurtzwang oder etwas an der Halswirbelsäule hat!" Den Satz konnte ich nicht zuende aussprechen, weil der Anwalt fragte: "Was ist buckeln?" Ich erklärte: "Bocken" und erntete ein noch ratloseres Gesicht, worauf ich sagte: "Ist auch egal. Der Gegenanwalt ist Pferdeanwalt, der weiß, was Bocken ist, aber ich wollte halt lieber einen Fachanwalt für Urheberrecht und da bin ich bei Ihnen ja goldrichtig".
Da die Quelle, sprich der Verlag, ja auf dem Buchcover drauf steht, das Cover nur einen kleinen Teil des Blogbeitrags ausmacht und es diesen inneren Zusammenhang von Bildzitat und Text gibt .... ließ ich mich zur Äußerung "Das ist ein Kunstgriff, weil der Buchtitel im Kontrast zur Art des im TV gezeigten Pfedetrainings steht" hinreißen, wurde aber prompt vom Anwalt unterbrochen, der mich aufklärte: "Nein, nein, da geht es nicht um Kunst, sondern eindeutig ums Zitatrecht." Meine eMail an Pepper-Verlag hat er auch zerpflückt: "Klar hat der Kläger die Beweislast, aber der hat ja bewiesen, dass es sein Bild ist und sie es verwendet haben, also müssen wir das jetzt darlegen." Wir müssen z.B. beweisen, dass es die Sendung Otto gegeben hat und das ein zumindest umstrittenes Pferdetraining stattgefunden hat (hat einer von Euch die auf DVD?) Der Rest meiner eMail an den Pepper-Verlag fand aber Gnade in den Augen meines Anwalts und auch der Vorwurf des Gegenanwalts, ich sei polemisch, hat ihn nicht sonderlich geschockt: "Sie dürfen doch polemisch sein." Aber jetzt kommt die alles entscheidende Frage: Als ich ihn nach den prozentualen Chancen fragte, sagte er (Trommelwirbel in Tateinheit mit Spannung):

"Wenn ich Zweifel hätte, dass Sie das gewinnen, dann würde ich Ihnen das sagen, aber eine hundertprozentige Sicherheit gibt es natürlich auch nicht."